Kommunität

Die Kommunität von BUENA VISTA ist auch eine Entdeckung. Worin unterscheidet sie sich von anderen?

Von Tübingen sind Kommunitäten einer bestimmten Gründungsform bekannt, die dort auchflächendeckend verbreitet ist. Sie nahm ihren Anfang in den 90er Jahren, als Konversionsflächen neu zustrukturieren waren und die Bauverwaltung die Bürger motivierte, auch Mehrfamilienhäuser selbst zuinitiieren. So große Flächen wollte sie nicht allein dem üblichen Bauträgermarkt überlassen. In der kleinteiligen Parzellierung sah sie jetzt die Möglichkeit, Geschosswohnungsbau maßstäblicher und sozialfundierter zu beeinflussen und förderte dieses partizipative Konzept so erfolgreich, dass es andere Städte kopieren und dabei versuchen, eigene Schwerpunkte zu setzen.

Zu derselben Zeit versuchte BUENA VISTA das Passivhaus umzusetzen. PrivatenInvestoren und dem üblichen Bauträgermarkt war das Konzept zu der Zeit jedoch noch zu riskant. Deshalb blieb es dem Büro nicht erspart, einen eigenen Weg zur Verwirklichung von Passivhäusern zu suchen. Dafür eignete sich die Kommunität als GbR zunächst sehr gut. In ihrem Vertragswerk weicht sie aus gutem Grund stark von dem prozessorientierten Vorgehen der basisdemokratischen Gründungsform ab. Es geht um ein vordefiniertes Ziel, das Passivhaus, das zu schützen und zu erreichen ist im Gegensatz zudem freien Aushandeln des Ob, Wie und Wann in einer Gruppe Interessenten. So ist gleich am Anfang einegegensätzliche an einem bestimmten Ziel orientierte Form der Kommunität als lernendes System, indem alle Erfahrungen und Erkenntnisse kumulieren, entstanden.

Inzwischen kann BUENA VISTA auf 23 Jahre baugemeinschaftlicher Entwicklung zurückblicken und stellt immer größer werdende Unterschiede zu der basisdemokratischen Gründungsform auf kleinteiligen Parzellen fest. Während das Tübinger Modell Bauherren fördert, derenTätigkeit am Ziel endet, geht bei BUENA VISTA eine Entwicklung weiter, bei der jedes Projekt seine Erfahrungen weiter gibt und andere daran partizipieren können. Eine Stärke, die BUENA VISTA dazu verholfen hat, sich erfolgreich im Wettbewerb am Markt zu behaupten, ohne sich kommunaler Hilfe versichern zu müssen. Vorteile, die eine konsistente Produktentwicklung möglich gemacht haben. So ist im Laufe der Jahre aus den anfänglichen Passiv-Reihenhäusern iterativ das BUENA VISTA-Atriumhaus hervorgegangen. Sein wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Erfolg geht über die Möglichkeitenkleinteiliger Parzellierung weit hinaus. Die zurückgekehrte Großform des Atriumhauses lässt nichts mehr von der Monotonie der Mehrfamilienhäuser vom Bauträger erkennen und sie wirkt sich noch vorteilhafterauf das gemeinschaftliche Zusammenleben aus als kleinteilige Strukturen. Das BUENA VISTA-Atriumhaus führt in eine neue Dimension des Wohnens und gibt dem Zusammenleben aller gesellschaftlichen Gruppen einen neuen Rahmen. Hier ist der Alltag so gemeinschaftlich wie individuell. Erstaunlich viele Menschen finden diese Bau- und Wohnform auf ihren Bedarf zugeschnitten. Sie wirkt sich als Filter aus. Mehrheitlich finden sich diejenigen hier wieder, die von vorn herein eine bestimmte Auffassung vom Wohnen auch ohne Gruppenfindungsprozess eint. Und darin liegt eine neue Erfahrung begründet, die den kleinen Kommunitäten entgeht.

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BUENA VISTA socialarchitecture

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